Sonntag, 9. Oktober 2016

Schule des Schreibens #12

Aufschieberritis! Meine Tipps und Tricks gegen Prokrastination! Teil 2

Weiter gehts mit dem 2. Teil der Tipps und Tricks. Heute zeige ich euch die Tricks, die ich nach gründlicher Recherche gefunden habe und die ich entweder selbst noch ausprobieren möchte oder, für mich persönlich, als unbrauchbar erklärt habe. In den Kommentaren könnt ihr mir mal erzählen ob ihr davon schon was ausprobiert habt. Oder habt ihr noch ganz andere Tipps für mich? Erzählt mir doch mal eure Erfahrungen. Wie geht ihr gegen die lästige Aufschieberritis um? Oder erzähle ich euch die ganze Zeit etwas was euch nicht interessiert? Bitte sagt mir, das ich nicht die einzige bin, die damit Probleme hat.


Legende:
x werde ich noch ausprobieren
x für mich als unbrauchbar erklärt  

Hinterfrage dich:
Warum schiebst du bestimmte Aufgaben auf? Prokrastination ist eine Gewohnheit, sie läuft automatisch ab. Ein Schritt in Richtung Besserung ist deshalb, sich sein Verhalten bewusst zu machen und die Gewohnheit zu durchbrechen. Dazu hilft auch, seine Verhaltensweisen über einen Zeitraum schriftlich zu notieren: Was machen Sie ungern? Warum? Was löst Stress aus? Was hätten Sie anders machen können?
Das ich mir mein Verhalten bewusst machen sollte, ist mir klar. Aber ich habe es immer noch nicht geschafft das mal alles schriftlich festzuhalten um mir über die Einzelheiten klar zu werden.

Achte auf deine Gedanken:
Gedanken haben enorme Macht. Wir reflektieren ständig unser Verhalten, analysieren uns, kritisieren uns, loben uns, schmieden Pläne. Dieser innere Dialog prägt unser Handeln und unsere Gefühle zu 95 Prozent! Schon der Talmud warnt: "Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter." Achte also auf deine Gedanken! Und denke positiv: Du schaffst das!
Think positiv! Ich bin eigentlich schon auf dem Weg, aber direkt in Verbindung mit meinen Zielen und der Arbeit, die damit verbunden ist, habe ich es noch nicht geschafft. Schon meine Mutter predigt mir das seit meiner Kindheit.

Setze Prioritäten:
Entscheide, was wirklich wichtig und dringend ist und was noch Zeit hat oder delegiert werden kann. Die Eisenhower-Methode eignet sich dafür besonders gut. Aber auch die ABC-Technik.
Leider habe ich damit so meine Schwierigkeiten, für mich ist alles wichtig und dringend! Ich wollte schon früher immer alles auf einmal. Deshalb muss ich mich schleunigst ransetzen und überlegen was meine Prioritäten sind.

Übertreib nicht:
Bei allem Ehrgeiz, seiner Aufschieberitis Herr zu werden – zu viele Punkte auf Ihrer Liste und du legst die Liste selbst beiseite oder schiebst sie vor dir her. Also schreibe kurze (und dafür lieber mehr) Listen, die in kurzen Zeitintervallen zu schaffen sind.
Letzten Sonntag schon erwähnt, schreibe ich To-Do Listen, allerdings sind die immer zu voll! Ich neige zum übertreiben. Der Tipp mit mehreren, dafür kurzen Listen kommt mir sehr realistisch umsetzbar vor. Und ist durchaus denkbar das mir das einen großen Schritt helfen würde.

Hör auf, perfekt zu sein:
Perfektionismus hält auf. Er führt zu einem Tunnelblick, bei dem sich die Betroffenen auf zahllose Details konzentrieren, die für das große Ganze aber nur geringe Bedeutung haben. Dabei verrennen sie sich dann und kommen schließlich nicht mehr vom Fleck. Mängel dagegen können den Horizont erweitern. Denke nur: Ohne Fehler hätte Christoph Kolumbus nie Amerika entdeckt.
Perfektionismus ist meine größte Schwäche, war es schon immer. Häufig stand mir das auch schon im Weg und das weiß ich auch. Das ist das schlimmste daran. Dagegen an zu gehen wird der schwierigste Punkt auf meiner Liste.

Setz dir Limits:
Du kennst vielleicht das Parkinson’sche Gesetz. Es geht auf den britischen Historiker und Publizist Cyril Northcote Parkinson zurück. Danach dehnt sich Arbeit in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht etwa wie viel Zeit man tatsächlich dafür bräuchte. Denke an Meetings: Stundenlang werden die Themen diskutiert, alle können mitreden, auch wenn nicht jeder davon Ahnung hat. Aber fünf Minuten vor Schluss werden trotzdem die entscheidenden Beschlüsse gefasst. Warum nicht gleich so? Ganz einfach: Setz dir Limits!
Ein Punkt der mir durchaus helfen kann. Das werde ich auch die kommenden Tage mal ausprobieren und gucken, ob mir das nicht zuviel Druck macht.

Sei weniger online:
Der Tipp ausgerechnet in dieser Liste? Oh ja! Das Internet ist ein unglaublicher Zeiträuber und zugleich eine verführerische Ablenkung. Blogs lesen, rumsurfen, E-Mails schreiben, zack, schon hast du drei Stunden verballert, die du auch produktiv hättest nutzen können. Limitiere also deine Online-Zeiten.
Ohja, wer kennt es nicht? Nur mal kurz die Timeline bei Instagram checken, bei Facebook sind neue Katzenvideos oder auch der liebste Booktuber hat ein neues Video bei Youtube hochgeladen. Und schwupps 2-3 Stunden sind weg. Ich habe irgendwo mal gesehen das es extra Apps/Programme gibt die Online-Zeiten limitieren. Das werde ich auf jeden Fall mal probieren. Wollt ihr dann mal einen Erfarungs/Test Bericht haben?

Schalte Zeitfresser aus:
Was raubt dir am Tag die meiste Zeit? Womit haltst du dich besonders gerne und lange auf? Muss das sein? Ist das sinnvoll und produktiv? Andernfalls: Setze dir bewusst Grenzen. Übrigens: Nicht nur in Zeitfragen!
Ehrlich gesgat, habe ich keine Ahnung was mir am meisten Zeit raubt. Das werde ich mal nachforschen und versuchen abzuschalten.
 
Investiere Geld:
Auch das kann helfen. Wenn das Bummeln dir erst wirklich etwas kostet, gibt es der Sache eine neue Dimension. Jedes Mal, wenn du eine Sache verschoben hast, stecke zum Beispiel Geld in eine Spardose. So viel, dass es etwas wehtut. Und natürlich darfst du an das Geld erst nach mindestens einem halben Jahr. Für viele ist das ein guter Grund, Gas zu geben, wenn sie es im Geldbeutel spüren.
Dieser Trick ist, gerade für mich, wahrscheinlich sehr produktiv. Ich merke es leider sehr schnell und schmerzhaft wenn Geld auf meinem Konto/Portmonee verschwindet.
 
Halte Erfolge fest:
Aufschieberitis zu stoppen, ist wie eine Sucht zu bekämpfen: Du musst umlernen und dein Gehirn mit anderen Dingen belohnen. Erste Erfolge, etwas nicht auf die lange Bank geschoben zu haben, aktiviert dein Belohnungssystem.
Kleine Belohnungen gebe ich mir ja schon und auch von Schatzi bekomme ich ab und zu etwas. Aber ich möchte es noch ausbauen und für richtige Teilerfolge (z.B. Rohfassung ist fertig etc.) mir etwas gönnen. Vielleicht mal als kleinen Reiz ein Wochenendtripp?

Fokussiere deine Stärken:
Viele Leute wenden enorme Energien auf, um ihre Schwächen zu bekämpfen, sie doktern an ihren Mängeln herum und betreiben doch nur Schadensbegrenzung. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand nach oben kommt, weil er seine Stärken stärkt, um 50 Prozent höher, als wenn er seine Schwächen repariert.
Siehe oben, Perektionismus hindert mich dran. 
 
Einfach ist nicht immer besser:
Das widerspricht zwar jeder Motivation von Aufschiebern. Es führt aber manchmal zur besseren Lösung, wenn du nicht immer den leichtesten Weg gehst und stattdessen etwas mehr (Zeit, Mühe) investierst. Und manchmal spart es sogar Zeit – wenn du hinterher weniger ausbessern musst.
Hört sich leicht an, aber ich glaube das hat es in sich. Dies wird auch ein Punkt sein, an dem ich lange zu feilen habe.
 
Sei dankbar:
Dankbarkeit ist ein Schlüssel zum Erfolg. Sie verbessert sowohl die Beziehungen zu anderen Menschen, wie auch deren Einstellung und Motivation. Dankbarkeit verbannt negative Gedanken und reduziert Stress. Lerne also, dankbarer zu werden – etwa für die Dinge, die du schon erreicht hast, für Freunde, für Ihre Gesundheit.

Da sind wir wieder bei "Think Positiv", meine Gedanken sind leider oft noch zu negativ, deshalb fällt es mir manchmal schwer dankbar zu sein. Ich habe manchmal ja sogar noch Probleme wenn ich ein Kompliment bekomme. 
 
Verdeutliche dir die Konsequenzen:
Das sorgt zwar zunächst für zusätzlichen Druck, kann aber heilsam sein. Mach dir klar, welche Folgen es haben kann, wenn du die dir übertragen Aufgaben immer nur mittelmäßig, zu spät oder gar nicht erledigst. Was wird dein Chef über dich denken? Was die Kollegen? Du hast schließlich einen Ruf zu verlieren!
 
Dies konnte ich von vornherein unbrauch erklären, da es mich 0,00% interessiert was andere von mir denken! Natürlich möchte ich immer mein bestes geben, aber das gelingt mir meistens auch, wenn ich mich denn endlich mal rangesetzt habe.
 
Bemühe dich um Routinen:
Wer sich um einen geregelten Tagesablauf bemüht oder bestimmte Aufgaben immer wieder zur selben Zeit erledigt, sorgt zwar für Eintönigkeit und Langeweile, er verringert aber auch die Nischen, in denen er etwas aufschieben könnte.
Gerne würde ich diesen Trick anwenden, aber mein Leben ist ständig im Wandel: neuer Job, neue Arbeitszeiten, neues Familienmitglied... Das macht es mir unmöglich Routinen aufzubauen.
 
Vergiss Multitasking:
Einige Studien beweisen, Menschen sind nicht produktiver, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Im Gegenteil: Oft hindert es sie, konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Außerdem verursacht Multitasking Stress. Versuche lieber Schritt für Schritt vorzugehen.
 
 
 
 
 
 
Ich kann mir vorstellen das es für einige sinnvoll ist, aber bei mir kommt immer ein Gefühl von Unproduktivität auf. Es gibt Aufgaben, (Lernen, Schreiben etc.) da konzentriere ich mich auch nur darauf, wobei ich nebenbei immer Musik höre. Aber die meisten Sachen (Haushalt, Lesen, Stricken etc.) werden immer mit anderen Sachen verbunden (Serien schauen, Hörbuch hören, YT Videos schauen etc.). Für mich ist Multitasking wichtig und es stresst mich keineswegs.
 
Konzentriere dich auf das was du gerade tust:
Unterbrechungsforscher (die gibt es wirklich) haben festgestellt, dass sich Büroarbeiter genauso oft selbst ablenken, wie sie unterbrochen werden. Zwinge dich also dazu, dich auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren, statt in Gedanken schon bei der nächsten zu sein.
Wenn ich mich mal an eine Aufgabe ransetze, dann bin ich auch bei der Aufgabe und nicht schon bei der nächsten, also das ist für mich selbstverständlich.
 
Betrüg dich selbst:
Wenn du Donnerstag fertig sein müsstest, notiere dir den Mittwoch als Deadline. Aus der Hirnforschung weiß man: Je öfter du einen Gedanken denkst, desto stärker schleift er sich ein, und du akzeptierst ihn irgendwann als wahr. Irgendwann wirst du also denken: Ich muss Mittwoch fertig werden! Und dann passiert das Wunder: Sie werden am Mittwoch fertig - überpünktlich - und können einen ganzen Tag lang das Ergebnis verbessern.
 
 
 
 
Ich habe es ausprobiert, mehrfach! Bei mir funktioniert es nicht. Ich weiß nicht, vielleicht ist mein Gedächtnis zu gut? Ich wusste immer das ich ja einen Puffer eingebaut habe. Ich meine ich erinner mich ja sogar noch an den Inhalt meiner Bücher von vor Jahren. 
 
Arbeite im Team:
Wenn du es alleine nicht schaffst, suche dir Mitstreiter. Das ist beim Sport genauso wie bei einer Diät: Partner ermuntern einander, ziehen einen auf Durststrecken mit und ermahnen, wenn es sein muss. Nicht jeder ist so ein starker Selbstmotivator wie Boris Becker.
Leider gibt es in meinem Umfeld niemanden, der mir da helfen könnte oder so. Aber wie letzte Woche schon erwähnt habe ich sogenannte "Arschtreter" und das motiviert mich ungemein.
 
Bleib fit:
Klingt banal, ist es aber nicht: Stress, Ängste, sogar Depressionen können eine ebenso häufige Ursache für Prokrastination sein. Und körperliche Aktivität ist ein wirksamer Schutzmechanismus, der Stress abbaut, Ärger minimiert und obendrein den Geist durchlüftet. Sport schafft wertvolle Oasen zum Nachdenken. 20 Minuten leichter Sport am Tag reichen schon.

So in der Form, für mich unbrauchbar. Umgewandelt: Spazieren gehen! Das hilft mir tatsächlich. Aber Sport macht mich faul. Klingt komisch ist aber so. Denn ich habe jedes Mal nach dem Sport das Gefühl produktiv gewesen zu sein und mache danach nichts mehr. Außer essen vielleicht! ;) 

So, ich hoffe es wahr jetzt nicht zu viel für euch? Das wars jetzt auch mit den Prokrastinations Beiträgen. Hat euch etwas davon geholfen? Oder wusstet ihr schon alles? Oder habe ich die letzten Beiträge tatsächlich umsonst gemacht? Wobei nicht ganz umsonst, ich habe durch die Recherche noch einiges gelernt. 

Nächsten Sonntag: 3 Monate Studium! Wie komme ich voran? Was war gut & was war schlecht?
Eure Lea <3 

1 Kommentar:

  1. Hey,
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und er gefällt mir sehr gut. Ich habe deinen Blog auch gleich mal abonniert. :D Vielleicht hast du ja Lust auch bei mir mal vorbeizuschauen. Darüber würde ich mich sehr freuen. :)
    LG Benedikt von
    http://beneaboutbooks.blogspot.de/

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