Freitag, 2. September 2016

[Rezension] Museum of Heartbreak von Meg Leder

Bildrechte am Cover: Cbj Verlag

Autor: Meg Leder
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2016
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Seitenzahl: 320 Seiten
Preis: 16,99€

Kurzbeschreibung:

Die 16-jährige Penelope rast mit 180 Sachen in ihre erste große Liebesgeschichte und fährt erst bei der Ausfahrt "Herzschmerz" ab. Langjährige Freundschaften verändern sich, die sogenannten Erwachsenen tun auch nicht mehr das was sie sollen und Penelope versucht mit ihrem "Museum of Heartbreak" gebrochene Herzen, einschließlich ihrem, wieder zu heilen.
 
Meine Meinung zum Buch:

Aufgrund meiner Erwartungen, durch den Klappentext, war der Einstieg ins Geschehen sehr leicht. Leider wars das dann auch schon, denn leider hat der Klappentext nicht sehr viel mit dem Buch zutun. Ausnahme ist wie gesagt der Einstieg und am Ende noch ca. 1 Kapitel. Aber zu keiner Zeit der Geschichte hat die Hauptprotagonistin ein Buch in Sachen Liebe geschrieben. Dies finde ich sehr schade. Dennoch hat es dem Buch im Endefekt keinen Abbruch getan. Ich erwartete keinen reifen, erwachsenen Charakter. Sondern eine naive, jugendliche die ihre erste Liebe erlebt. Naivität ist für einen Autor ein sehr schmaler Grad. Es gibt die nervigen naiven, niemals einsehenden Charaktere und den naiven, jugendlichen Leichtsinn, den (glaube ich) jeder von uns irgendwann mal hatte. Meg Leder hat es tatsächlich geschafft diesen schmalen Grad zu überqueren und hat eine wunderbare Hauptprotagonistin gezaubert. Es ist wunderbar zu sehen wie alle Charaktere lernen das man irgendwann erwachsen wird und nichts so bleibt wie es einmal war. Freundschaften verändern sich nunmal, Eltern können sich auch streiten und nicht jeder erzählt einem die volle Wahrheit. Besonders ehren muss ich den gewählten Schauplatz: NEW YORK! Es ist eine faszienierende Stadt und Meg Leder hat ein wunderbare Bild in meinen Kopf gezaubert. 

Charaktere:

Penelope: Mit Hang zur Klassik Literatur, Romantik & alten Filmen trägt Pen, wie sie auch von ihren Freunden genannt wird, eine rosarote Brille. Denn leider ist das heutige Zeitalter nicht mehr so wie es früher einmal war. Penelope kann mit gravierenden Veränderungen nicht gut umgehen. Sie ist mir sofort ans Herz gewachsen und in manch einer Situation habe ich mich selbst gesehen. Diese jugendliche Naivität haben ihre Freunde schon abgelegt, nur Pen hinkt in der Hinsicht hinterher. Wenn ihre Freunde mich, als Leser, nicht mehrfach darauf aufmerksam machen würden, hätte ich die wunderbare Entwicklung von Penelope nicht wirklich mitgekriegt.

Eph: Eph ist mein neuer Romanheld! Pens bester Freund, seit Kindertagen, gefiel mir von Seite zu Seite immer mehr. Seine Einzigartigkeit macht ihn zu etwas ganz besonderen. Ein eigensinniger Künstler, der zu seinen Freunden steht, dem es egal ist was andere denken und der weiß das er gut aussieht, es ihm aber völlig Schnuppe ist. Im Laufe der Geschichte kann man schon erahnen was er eigentlich will. Eph hat so eine Tiefgründigkeit, die man bei Jugendlichen nur selten findet.

Audrey: Ebenfalls beste Freundin von Pen. Doch Audrey hat sich schneller weiterentwickelt als Pen. Sie hat schon ihren ersten Kuss hinter sich, hat sich auch schon mal verliebt und hat mittlerweile ganz andere Interessen. Trotzdem möchte Audrey ihr nichts schlechtes, sie versucht Pen in die richtige Richtung zu lenken. Die beiden sind das beste Beispiel dafür dass sich Freundschaften verändern und niemehr so sein können wie früher, aber dennoch nicht kaputt gehen müssen. Leider war mir Audrey doch ein kleines bisschen zu oberflächlich.

Grace & Miles: Durch den, für Pen doch sehr starken, Schlag von Audrey war sie gezwungen andere Freundschaften zu schließen. Grace und Miles sind sich so unterschiedlich und doch beste Freunde. Da Pen genau die gleichen Interessen besitzt ist es nur logisch das sie sich super verstehen. Grace & Miles helfen Pen, wenn auch jeder auf seine eigene Art, durch ihre schwere Zeit. Die beiden könnten auch locker meine Freunde sein.

???: Die Unbekannte "große Liebe" die alles verändert!

Schreibstil:

Meg Leder hat dieses Buch so locker, jugendlich geschrieben, das man als Leser sehr flüssig durch die Geschichte reist. Man darf, genauso wie bei der Geschichte an sich, nichts literarisch hohes erwarten.

Cover:




Anfänglich hat mich das Cover zwar angesprochen, aber ich habe es nicht verstanden. Mittlerweile verstehe ich was diese ganzen kleinen Dinge bedeuten. Früher war ich ja, was Cover betrifft, ein sehr dunkler Typ. Immer mehr gefallen mir aber die hell gestalteten Cover. Ich finde es also sehr schön und auch, trotz der "Unordnung" nicht überladen.






Fazit: 

Sehr süße Geschichte, die perfekt auch für die jüngere Leserschaft geeignet ist. Verpackt ist das ganze mit tollen, einzigartigen Charakteren und einem wundervollen Schauplatz. Wenn man dieses Buch als "Erwachsenen" (sind wir nicht alle irgendwie Kind geblieben) lesen möchte, dann sollte man sich vorher in sein früheres Ich versetzen. Punktabzug gibt es für den leider nicht so toll gewählten Klappentext. 

Eure Lea <3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen