Freitag, 12. August 2016

[Rezension] Sternenhimmeltage von Trish Doller

Bildrechte am Cover: Carlsen

Autor: Trish Doller
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016
Verlag: Carlsen Verlag 
Genre: Jugendbuch, Drama, Liebe
Seitenzahl: 352 Seiten
Preis: 8,99 €

Kurzbeschreibung:

Callie lebt jetzt schon zwölf Jahre mit ihrer Mutter ein Nomadenleben. Sie ziehen von Ort zu Ort, doch plötzlich verändert eine Polizeikontrolle alles. Die 17-jährige sieht sich aufeinmal ihrem Vater Greg gegenüber, ein Mann an den sie sich kaum erinnert. Callies Mutter hat sie als kleines Kind entführt. Ihr Leben steht Kopf und obwohl Greg und seine Familie sie herzlich aufnehmen, fällt es ihr nicht leicht dieses "normale" Leben zu führen. Zum Glück lernt sie Alex, den jungen Schwammtaucher, kennen und fühlt sich in seiner Gegenwart pudelwohl. Doch reicht das um zu bleiben? Kann und vorallem will Callie endlich ein normales Mädchen sein? 

Meine Meinung zum Buch:

Der Einstieg in die Geschichte war schnell und schmerzlos, so wie ich es mag. Schon nach den ersten Seiten wusste ich, das dies keine oberflächliche Sache wird. Ich wusste das es mich berühren und mitreißen wird. Wie erwartet war dem so, innerhalb von 2 Tagen war dieses wundervolle Buch gelesen. Nein, verschlungen. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl das die Geschichte unrealistisch, gekünselt oder aufgesetzt ist. Trish Doller erzählt hier von ganz vielen schwierigen Themen, die allesamt zum nachdenken anregen. Allerdings mit einer Leichtigkeit in der "Stimme", dass es den Leser nicht zu sehr belastet. Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Alex fing so hektisch an, das man nach einiger Lesezeit nur noch wissen wollte wie es mit den beiden weitergeht. Dabei verliert man gerne den Kern des Buches aus den Augen. Aufgrund dessen kommt das Ende so plötzlich, das man denkt: Ne, da muss noch was kommen. Das kann doch jetzt nicht etwa alles sein? Nach ein paar Tagen Bedenkzeit, die ich mir nach jedem Buch gebe, habe ich meinen Frieden mit dem Ende gefunden. Ich habe zum Hauptthema des Buches zurückgefunden und kann nun sagen: Das Ende ist so vollkommen in Ordnung. 

Charaktere:

Callie: Callie hatte eine schwierige Kindheit. Am Anfang des Buches war ihre Stimmung noch düster, freudlos und negativ. Im Laufe der Zeit kann man, mit Freuden, feststellen wie sich ihre Stimmung verändert und sie eine Entwicklung durchmacht, die nicht jeder schafft. Sie ist authentisch, ihre Handlungen lassen sich allesamt nachvollziehen. Auch wenn man sich so eine Situation nicht vorstellen kann. Die Umstellung die sie mit ihren 17 Jahren durchmachen muss, war für sie nicht leicht. Auf einmal muss sie sich an Regeln halten, findet Freunde und kann ein völlig normales Mädchen sein. Von der Einsamkeit, allein mit ihrer Mutter, bis zu einer völlig verrückten, griechischen Großfamilie. Doch ihre innere Zerissenheit macht es ihr schwer. Der Wunsch ihre Mutter nicht zu verletzen und gleichzeitig die Zeit bei ihrem Vater zu genießen. 

Alex: Der absolut heiße, griechischer Gottähnliche, Alex verdreht jedem Mädchen den Kopf. Doch Gefühle lässt er nicht zu, bis er auf Callie trifft. Die Beziehung der beiden beginnt, rein körperlich, bei 180km/h. Eigentlich zum scheitern verurteilt! Doch sie schaffen es, Tempo rauszunehmen und nähern sich auch auf der Gefühlsebene an. Alex selber hat einige Probleme mit seiner kranken Mutter und seinen vergrabenen Träumen. Der schweigsame Schwammtaucher, mit sehr weichem Kern, ist absoult zum verlieben.

Greg: Callies Vater hat jahrelang, vergebens, seine Tocher gesucht. Er ist sanft, gutmütig, liebevoll und verständnisvoll (bis zu einem gewissen Grad). Mittlerweile ist er auch wieder verheiratet und hat zwei kleine Söhne. Ein Familienvater wie er im Buche steht. Dennoch hat auch er manchmal seine Probleme, mit einer Teenager-Tochter umzugehen. Und genau das macht ihn zu 100% real und nicht zum Märchen

Kat: Die völlig überdrehte und superfreundliche Freundin, aus Kindertagen. Kat hat eine Art an sich, die man einfach mögen muss. Sie geht offen auf Callie zu und hilft ihr in vielen Lebenslagen. Einerseits hat sie sehr viel Geduld mit Callie, andererseits vergisst sie leider manchmal, dass Callie nie eine richtige beste Freundin hatte. Aber auch hier ist es genau dieser eine Fehler von Kat, der sie authentisch macht. Kein Mensch ist perfekt

Veronica: Veronica, die Mutter von Callie, war mir von Anfang an ziemlich unsympathisch. Wer entführt bitte sein eigenes Kind? Und was sie Callie alles zumutet. Naja in jedem Buch muss es ja einen "Bösewicht" geben. Dennoch klärt sich irgendwann auf, warum das alles passiert ist. Man merkt wie Veronica eigentlich immer geliebt wurde, bis etwas schief gelaufen ist. Fast am Ende spürt man endlich die Liebe, die Veronica, für ihre Tochter hat. Im Laufe des Buches wurde sie mir, nicht unbedingt sympathisch, aber sie bekam von mir eine zweite Chance. 

Schreibstil:

Der Schreibstil von Trish Doller lässt sich angenehm lesen. Alles relativ einfach aufgebaut, was ich in diesem Fall aber genau richtig finde, denn das Thema ist schwer genug. Die Dialoge sind in keinem Fall verwirrend (das hatte ich in letzter Zeit leider des öfteren). 



Cover:

EIN TRÄUMCHEN! Mehr brauche ich eigentlich nicht sagen. Die Farben sind wunderbar und der Wohnwagen auf dem Cover kommt im Laufe des Buches vor. Alles was ein gutes Cover braucht.






Fazit: 

Durch das Ende, welches mir ja anfänglich nicht ganz so zugesagt hat, gibt es leider einen Punktabzug. Der Rest ist in jeder Hinsicht perfekt!

Eure Lea <3 

Kommentare:

  1. Hallo Lea,
    dieses Buch habe ich auch schon im Blick gehabt. Sobald ich wieder ein wenig Platz habe, muss ich mir das wirklich nochmal überlegen. Sehr schöne Rezension.
    Liebe Grüße Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,
      Das freut mich das dir die Rezension gefällt :)
      Ich kann wie gesagt das Buch wärmstens empfehlen.
      Liebe Grüße Lea <3

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