Mittwoch, 27. Juli 2016

[Rezension] Totenbraut von Nina Blazon

Bildrechte am Cover: Ullstein Verlag

Autor: Nina Blazon
Erscheinungsdatum: 13. Mai 2011
Genre: historischer Jugendroman, Fantasy
Seitenzahl: 432 Seiten
Preis: 9,99

Kurzbeschreibung:

Serbien, im Jahre 1731 wird die 14 Jährige Jasna von ihrem Vater, für eine handvoll Gold, an einen Gutsherren verkauft. Dort, weit entfernt von Zuhause, an der Grenze zum Osmanischen Reich soll sie den Sohn - Danilo - heiraten und ihm einen Erben schenken. Nach der hastig abgehaltenen Hochzeit, merkt Jasna schnell das mit ihrem Ehemann und dessen Familie etwas nicht stimmt. Als sich die Todesfälle häufen, begibt Jasna sich auf Spurensuche und stößt dabei auf einen uralten Fluch, der zahlreiche Menschenleben gekostet hat. Gibt es in Danilos Familie wirklich ein Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Nur Dusan, der junge Holzfäller, gibt Jasna in ihrer Verzweiflung und Angst halt. Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, verliebt sie sich in ihn. Doch auch Dusan hat Geheimnisse...

Meine Meinung:

Nina Blazon entführt uns mal wieder in eine vollkommen andere Welt. Von der ersten Seite an ist die Atmosphäre düster und gruselig. Diese vergangene, vom Aberglauben geprägte Welt, zieht einen sofort in den Bann. Für mich, als Agnostikerin, ist dieses Buch einfach nur faszinierend. Nina Blazon hat diesen Roman äußerst packend geschrieben und ihn historisch fundiert, voller Detailwissen ausgeschmückt. Hier gibt es keine klisscheehaften Vampire, hier wird sich an den Ursprüngen des Vampirmythos bedient. So wie er im südosteuropäischen Volksglauben zu finden ist. Dieser etwas andere Vampirroman bringt Schwung in die Vampirjugendliteratur. Besonders gefallen hat mir dieses Gefühl: Ist es jetzt ein Fantasy Roman oder ein Historischer Roman? Die Vermischung aus beidem ist Nina Blazon super gelungen und mal wieder konnte sie mich überzeugen. Jasna war manchmal nicht authentisch, einerseits will sie mutig sein und die Geheimnisse aufdenken, aber andererseits ist sie so ein Angsthase und macht genau das Gegenteil. Die Charaktere Danilo und Dusan sind mir irgendwie beide ans Herz gewachsen. Danilo scheint nach außen ein großes A*** zu sein, aber innen drin hat er ein ganz weiches Herz und wird auch von seinem Vater zu alldem gezwungen. Und Dusan? Naja in ihn habe ich mich sofort verliebt. Seit der ersten Begnung zwischen ihm und Jasna habe ich gehofft, dass die beiden sich ineinander verlieben.

Cover:


Wenn ich eine Schulnote vergeben müsste, dann wäre es wahrscheinlich eine 3-. Dieses Cover haut mich nicht vom Hocker. Ich mag die Farbe rot sehr gerne, in einem Cover und es passt zur Geschichte. 


Fazit:

Jasnas Zwiegespaltheit hat manchmal meinen Lesefluss gehemmt und anfänglich gab es kleine Schwierigkeiten die Geschichte richtig zu deuten. Das ergab insgesamt einen Punktabzug, denn die Geschichte gefiel mir von Seite zu Seite immer besser und gerade der Anfang ist sehr wichtig.

Eure Lea <3

Kommentare:

  1. Huhu Lea,

    die Autorin ist ja sehr beliebt bei vielen Lesern und deine Worte machen sehr neugierig. Besonders, dass es mal ein wenig Abwechslung in der Vampir-Sparte gibt und es historisch angehaucht ist, klingt klasse! Was mich aber wiederum ein wenig abschreckt ist, dass der Klappentext schon auf eine Dreiecksbeziehung hindeutet. Da bin ich mittlerweile ein wenig abgeschreckt von. ö.ö Trotzdem hat mich deine Rezi jetzt neugierig gemacht! =D Ich glaube, das Buch behalte ich mal im Auge.

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Hey Leni,
      Ja es wird eine Dreiecksbeziehung angedeutet, aber von Anfang an weiß man das Jasna ihren Ehemann ja gar nicht haben will und zwischen den beiden passiert auch nicht viel ;)Ich habe ja auch von den Dreiecksbeziehung die Nase voll und hier ist dies nicht der Fall :)
      Also kannst du es dir ruhigen Gewissens angucken ;) <3
      Liebe Grüße Lea <3

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