Sonntag, 19. Juni 2016

Schule des Schreiben #3

Tagebuch: Mein erster Studientag!

Nun ist es endlich soweit. Es ist Sonntag und ich mache es mir im Schlafzimmer gemütlich. Warum im Schlafzimmer? Da ich meine Ruhe brauche und weder vom laufenden Fernseher, meinem Schatzi oder den beiden Fellnasen gestört werden möchte. 

Das darf an einem Studientag nicht fehlen:
- Mein Laptop
- Ein Collegeblock
- Mein Notizbuch
- Stifte (Bleistift, Kulli oder Füller etc.)
- Etwas zu trinken (vorzugsweise Kaffee und Fruchtschorle)
- Etwas zum knabbern (heute gibt es Kirschen)
- Ein großes Kissen von der Couch für meinen Rücken
- & natürlich meine Studienunterlagen 




Und los gehts:
Erstes Studienheft, Grundkurs 1: Worüber wollen Sie schreiben?
Ich fange an zu lesen und... Ach Mensch jetzt muss ich mir erstmal mein Notizbuch schnappen und eine aufkommende Idee für eine Geschichte aufschreiben. Die Ideen für neue Geschichten kommen immer dann wenn man sie gerade nicht gebrauchen kann. Deswegen habe ich mein Notizbuch immer zur Hand. So jetzt aber, ich lese weiter und schon kommen die ersten Übungsaufgaben. 

Ergebnis Übungsaufgabe 1.2:
Der wolkenbehangene Himmel trübt meine Stimmung an diesem Sonntagnachmittag. Bei einem Blick auf die wunderschönen Bäume, die hier reichlich stehen, bin ich froh um dieses Stückchen Grün mitten in der Großstadt. Das Nachbarshaus könnte eine kleine Reinigung gebrauchen. Nachdem ich das Fenster geöffnet habe, höre ich das vertraute Vogelzwitschern. Mit der kleinen Brise weht ein köstlicher Duft herein von Fleisch & Zwiebeln, die wohl bei einem meiner Nachbarn auf dem Herd brutzeln. Ich bin sehr glücklich hier zu wohnen, denn sogar die naheliegende Autobahn hört man hier nicht. Es fühlt sich an wie ein kleines Dorf mitten in Hamburg.

Huch jetzt kommt mir doch tatsächlich die nächste Idee in den Sinn. Zack ab ins Notizbuch (Insgesamt habe ich 3 neue Ideen aufgeschrieben). Für die nächste Übungaufgabe muss ich rausgehen und einen kreativen Spaziergang machen. Beobachtungsgabe ist gefragt. Nach meinem Spaziergang setze ich mich so schnell wie möglich auf meinen Platz, um alles aufzuschreiben was mir im Kopf rumschwirrt.

Ergebnis Übungsaufgabe 1.3:
Nachdem ich die Haustür verlassen habe, begebe ich mich direkt zum angrenzenden Park. Ziemlich schnell hört man das die Vögel immer lauter werden. Es hört sich fast an als ob sie mir was zurufen wollen. Ein paar Meter weiter und die erste Abbiegung nach rechts sind auch schon die ersten Hunde in Sicht. Ab hier wird mir dann auch bewusst, dass es ein bisschen nieselt. Doch das genieße ich und schließe für einen kurzen Moment die Augen. Der Geruch von nasser, frischer Erde kitzelt meine Nase und die Luft ist so rein, dass ich gierig den Sauerstoff in meine Lungen sauge. Ich öffne die Augen, spüre das kühle Nass auf meiner Haut und beobachte einen Spatz auf der Suche nach Nahrung. Es sieht aus wie ein Tanz, die Erde wirbelt um ihn herum und immer wieder öffnet er die Flügel und dreht sich um die eigene Achse. Der Ententeich ist nun nicht mehr weit. Ich höre das Wasser rauschen und die ersten Enteriche strecken ihre faszienierenden, grün-schimmernden Köpfe aus den Büschen. Die kleine Brücke bietet eine wunderbare Sicht auf den kleinen Teich und mir fällt, nach 4 Jahren, das erste Mal die kleine Insel mit idylischer Bucht auf. Nachdem ich den Teich umrunde, mache ich mich auf den Rückweg. Der Rasen wurde lange nicht gemäht, denn er kitzelt an meinen freiliegenden Knöcheln. Erst hier wird mir klar wie still der Park ist. Bis auf das Vogelzwitschern höre ich nur das knirschen der kleinen Steinchen unter meinen Schuhsohlen. Am Ende meines Spaziergangs schaut mich, zwischen den Bäumen heraus, ein wunderschöner weißer Hund mit gespitzten Ohren an. Über ihm sitzt ein winzig kleiner Vogel und ich merke, die kleinsten Vögel können die lautesten sein.

Ein paar gelesene Seiten später kommen auch schon die Kontrollaufgaben. Ich bin erstaunt wie schnell das erste Thema durch ist. Es sind insgesamt 4 Kontrollaufgaben, die mein bisher gelerntes Wissen abfragen. 3 Aufgaben beantworte ich wie aus der Pistole. Bei der letzten Aufgabe muss ich mir nochmal das dazugehörige Kapitel durchlesen und kann dann auch diese beantworten. 

Mit einem Blick auf die Uhr merke ich das meine gesetzten 3 Stunden fast rum sind. Aber ich möchte noch nicht aufhören, es macht einfach zu viel Spaß. Also blättere ich einfach um und lese weiter...

Erstes Studienheft, Grundkurs 2: Wie wollen Sie anfangen?
Ich könnte euch jetzt noch mal soviel Text vorhalten, aber im Endefekt wisst ihr jetzt glaube ich wie so ein Studientag bei mir aussieht oder? Da es auch pro Thema bis zu 5 Übungsaufgaben gibt, kann ich euch nicht jedes Ergebnis zeigen. Auch dieses Thema habe ich komplett durchgearbeitet inklusive der Kontrollaufgaben am Schluss.

Fazit:
Nach knapp 5 Stunden kann ich sagen dass ich sehr stolz auf mich bin. Es hat mega viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten Sonntag. Ich bin erstaunt wie viel ich doch schon lernen konnte. Viele Fragen haben sich geklärt und vieles werde ich in Zukunft beim schreiben ändern/ausprobieren. Ich bin einfach nur happy, motiviert und voller Tatendrang. Ich würde sagen das wars für heute. Zum Schluß habe ich nur noch eine Frage an euch:

Der erste Satz eines Buches/einer Geschichte! Welcher Satz würde dich neugierig auf mehr machen? Welcher gefällt dir am meisten?

1. Wütend packt Johanna ihre Sachen.
2. Ängstlich packt Johanna ihre Sachen, ohne auch nur zu ahnen was ihre Zukunft für sie bereithält.
3. Nach all dieser schweren Zeit packt Johanna, in voller Vorfreude, ihre Sachen.

Nächsten Sonntag: Warum will ich schreiben (lernen)? 
Eure Lea <3  

Kommentare: